Hessischer Architektentag 2026

PRODUKT-STADT-PRODUKT - Von der produktiven (R)Urbanität zur (r)urbanen Produktivität

Die Kon­fe­renz, am 5. November 2026, in der Messe Offenbach, fragt nach integrierten Lösungsansätzen, die zum nach­haltigen Umbau zur produktiven Stadt beitragen. Gemeinsam mit inter­nationalen und nationalen Expert*innen werden verschiedene Ansätze und Konzepte aus Planung, Stadtentwicklung, Wissenschaft, Wirtschaft und Kommunalpolitik diskutiert.

Programm mit Vorträgen und Diskussionen

Globalisierung, Deindustrialisierung, Handelskriege bilden auf der einen Seite, neben technologischem Fortschritt und dem Wandel zur Dienstleistungs- und Freizeitgesellschaft, auf den anderen Seite, wichtige Faktoren, die den Rückzug der industriellen Produktion in Stadt und Land erklären. Dieser Rückzug ist nicht nur vereinzelt sichtbar, sondern durch Leerstand in den Zentren oder an den Rändern unlängst erlebbar. Im Gegenzug nimmt der Trend zur handwerklichen und zur künstlerischen Produktion, verstärkt seit der Corona-Pandemie, wieder zu.

Inwieweit kann das Erbe der funktionalen Stadt mit ihrer Sektorentrennung oder die bisherige (r-)urbane Mischung auf die gegenwärtigen Ent­wick­lungen und zukünftigen Heraus­forderungen reagieren?

Mit der Neuen Leipzig Charta (2020) und ihren Handlungsdimensionen – der ge­rech­ten, grünen und der produktiven Stadt – sind die Leitlinien für einen nach­haltigen und gleichzeitig ge­mein­wohlori­en­tier­ten Stadtumbau beschrieben. Wodurch zeichnet sich die „produktive Stadt“ aus und wodurch wird sie baulich-räumlich erfahrbar?

Die produktive Stadt zeichnet sich durch die Synthese traditioneller Industrieareale und neuartiger urbaner Mischstrukturen aus. Öffentliche Räume erfahren eine multicodierte Trans­formation und fungieren als Orte des sozialen Austauschs. Das städte­bau­liche Leitbild schließt eine feinkörnige Durchmischung bezogen auf Gebäude-, Nachbarschafts- und Quar­tiersebene ein. Offene Raumtypologien sowie hybride Archi­tekturen gewährleisten hierbei eine hohe funktionale Varianz. Begünstigt wird diese Ent­wick­lung durch moderne Fabrikationstechnologien, die veränderte Nachfrage nach lokalen Erzeugnissen, Manufakturen, Urban Farming und dezentrale urbane Energiesysteme.

Welche Zukunftsbranchen benötigen welches Raumangebot? Auf welche Mischung wird es ankommen? Wie gelingt es, urbane Resilienz herzustellen? Welche Akteurskonstellationen, Teilhabemodelle und Instrumentarien sind für den Umbau zur produktiven Stadt erforderlich?

 

Anmeldung und Registrierung /// 11:30 Uhr – 12:30 Uhr

Begrüßung und Grußwort /// 12:30 Uhr

  • Gerhard Greiner, Präsident der Architekten- und Stadt­planer­kammer Hessen (AKH), Wies­ba­den
  • Dr. Johannes Loheide, Staatssekretär, Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichem Raum, Wies­ba­den

Im Gespräch

  • Gerhard Greiner, Präsident AKH
  • Dr. Johannes Loheide, Staatssekretär, Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichem Raum

Moderation

  • Dr. Thomas Welter, Bundesgeschäftsführer a.D. BDA-Bundesverband, Berlin

 

FORUM 1

Trans­formation und Ko-kreative Prozessgestaltung /// Vorträge

  • Case Study: Brüssel, Belgien: Kristiaan Borret, Stadt­planer, ehemaliger Bouwmeester Maitre Architecte (Government Architect), Brüssel (angefragt)
  • Case Study: Rotterdam, Niederlande / Madrid, Spanien: Christoph Elsässer, Team Leader, Senior Urban Designer, West 8 urban design & landscape architecture, Rotterdam (angefragt)
  • Case Study: Gundeldinger Feld, Basel / Sulzer-Areal, Winterthur: Barbara Buser, Architekt*in, baubüro in situ, Basel (angefragt)

Im Anschluss Diskussion

 

PAUSE

 

FORUM 2

Neue Stadt­bau­steine im/für das Quar­tier /// Vorträge

  • IBA Stuttgart 2027 – Backnang West: Andreas Krauth, Architekt, TELEINTERNETCAFE Archi­tektur und Urbanismus, Berlin
  • Josephkonsum Leipzig: Prof. Robert Laser, Architekt, bla° Blässe Laser Architekten PartG mbB, Leipzig

Im Anschluss Diskussion

 

PAUSE

 

FORUM 3

Podiumsdiskussion /// Impulsbeiträge

  • Potenziale der städtischen, lokalen und regio­nalen Ökonomien: Prof. Dr. Stefan Gärtner, Geschäftsführender Direktor, Institut für Arbeit und Technik, Westfälische Hochschule, Gelsenkirchen
  • Produktive Infrastruktur: Sabine Hansky, Director Program & Expert Urban Development, Munich Urban Colab MUC, München
  • Projekt­ent­wicklung nach dem Initialkapital-Prinzip: Silvia Harth, Architekt­in, Projektentwicklerin, Montag Stiftung Urbane Räume, Bonn (angefragt)
  • Produktives Quar­tier Gutleut-West Frank­furt am Main: Sara Schmitt Pacifico, Referentin, Dezernat III – Planen und Wohnen, Stadt Frank­furt am Main

 

Statement

  • Die obsolete Stadt: Prof. Stefan Rettich, Architekt, Fachgebiet Städtebau, Univer­sität Kassel

 

Im Gespräch und Verabschiedung

  • Gerhard Greiner, Präsident AKH, Wies­ba­den

 

Apéro & Get together /// 19 Uhr

 

Termin und Veranstaltungsort

  • Donnerstag, 5. November 2026
  • Registrierung ab 11:30 Uhr
  • 12:30 Uhr – 19 Uhr, danach Get together
  • Messe Offenbach, Kaiserstraße 108-112, Offenbach am Main

 

Zur Anmeldung

 

Information: Die Kon­fe­renz wird als Fortbildungsmaßnahme durch die AKH mit 7 Fort­bildungs­punkten anerkannt. Die Teilnahme an der Kon­fe­renz ist kostenpflichtig. Die Tagesverpflegung vor Ort ist in der Teilnahmegebühr inbegriffen.

Einige Vorträge werden in englischer Sprache gehalten; hierfür wird keine Simultanübersetzung angeboten.

Teilnahmegebühren:

  • 139 Euro für AKH-Mitglieder / Mitglieder anderer Architekten­kammern
  • 219 Euro für Gäste / interessierte Öffentlichkeit
  • 89 Euro für Studierende / ermäßigt

 

Programm als Download demnächst erhältlich

Ansprech­partner

Referent Bau­kultur, Wirtschaft und Hochschulwesen
Florian Dreher
Dipl.-Ing. | (Fach­richtung Archi­tektur)
Telefon: 0611 1738-55
Fax: 0611 1738-40

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